Bock

Rue Sosthène Weis, Grund, Luxemburg

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w1Der Name Lucilinburhuc bezeichnet eine frühmittelalterliche Wehranlage auf dem heutigen Stadtgebiet der Stadt Luxemburg. == Lage == Die Lucilinburhuc befindet sich in einer Höhe von rund 282 m auf dem so genannten „Bockfelsen“, den Graf Siegfried 963 erwarb. == Geschichte == Sie wird in einer Urkunde erwähnt, welche den Tausch zwischen dem Ardennergraf Siegfried und dem Kloster St. Maximin in Trier aus dem Jahre 963 dokumentiert. Aus dem Besitz des Klosters erhält der Graf den Bockfelsen gegen Ländereien in Feulen.

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Rue Sosthène Weis, Grund, Luxemburg


Beschreibung

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Der Name Lucilinburhuc bezeichnet eine frühmittelalterliche Wehranlage auf dem heutigen Stadtgebiet der Stadt Luxemburg.

Lage

Die Lucilinburhuc befindet sich in einer Höhe von rund 282 m auf dem so genannten „Bockfelsen“, den Graf Siegfried 963 erwarb.

Geschichte

Sie wird in einer Urkunde erwähnt, welche den Tausch zwischen dem Ardennergraf Siegfried und dem Kloster St. Maximin in Trier aus dem Jahre 963 dokumentiert. Aus dem Besitz des Klosters erhält der Graf den Bockfelsen gegen Ländereien in Feulen.

In der historischen Urkunde wird ein castellum (befestigter Turm) erwähnt („...Castellum quod dicitur Lucilinburhuc“), außerdem ist von einem munitio (Erdwall) und einem trunci (Palisade) die Rede. Die luxemburgische Geschichtsschreibung ging daher noch bis in die 1970er Jahre davon aus, dass Siegfried eine mehr oder weniger vollwertige Wehranlage erstanden hätte. Allerdings war man sich weder über deren Aussehen noch über die Erbauer und den Standort im Klaren, was Anlass zu Spekulationen gab. Die populärste Version sah in Lucilinburhuc die Überreste eines römischen Wehrturmes, der zur Überwachung des Römerweges von Reims nach Trier diente und welcher sich auf dem Fischmarkt befand. Dieser wäre später im Auftrag des Klosters ausgebaut worden, um als Wehranlage angesichts der Normannen- und Ungarnüberfälle zu dienen. Archäologische Funde der frühen 1990er Jahre lieferten allerdings den Beweis, dass gegen Ende des dritten Jahrhunderts eine militärische Anlage römischen Ursprungs auf dem Bockfelsen stand, welche zwischen dem vierten und sechsten Jahrhundert ausgebaut wurde und eine, wahrscheinlich von Trier abhängige, Garnison beherbergte.

Die etymologische Bedeutung des Namens Lucilinburhuc geht auf die Worte Letze (germanisch klein, bzw. etwas Kleines und Synonym für kleine Festungsanlage) und Burgus (germanisch kleine, turmartige Kastelle) zurück, was als kleine Burg gedeutet werden kann. Im Jahre 1225 wird zum ersten Mal die Bezeichnung burgus Lucelenburgensis, bzw. opidum et castrum Luxelenburgensis erwähnt.

Literatur

  • C. Wampach: Urkunden- und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburgischen Zeit. tome I Nr 173, Luxembourg, 1935
  • Michel Margue et al.: St. Michel et le premier siècle de la ville de Luxembourg. in: Hémecht, 1987, 39, 1, S. 5–83
  • John Zimmer (Hrsg.): Aux Origines de la Ville de Luxembourg. Luxembourg, 2002

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