Monraburg

K 506, Großmonra, Kölleda

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Die Monraburg ist eine Burgruine bei Großmonra im Kreis Sömmerda in Thüringen. Von der Wallburg sind noch Teile der Wallanlage erhalten. Die Burg steht heute als Bodendenkmal unter Schutz. == Geographische Lage == Die Ruine der Höhenburg befindet sich auf 377 m ü. NN nördlich oberhalb des Ortes Großmonra in Nachbarschaft zum Künzelsberg, der höchsten Erhebung des Höhenzugs Schmücke.

Kategorie des Ortes
Archäologische Fundstätte
Adresse
K 506, Großmonra, Kölleda

Beschreibung

Die Monraburg ist eine Burgruine bei Großmonra im Kreis Sömmerda in Thüringen. Von der Wallburg sind noch Teile der Wallanlage erhalten.

Die Burg steht heute als Bodendenkmal unter Schutz.

Geographische Lage

Die Ruine der Höhenburg befindet sich auf 377 m ü. NN nördlich oberhalb des Ortes Großmonra in Nachbarschaft zum Künzelsberg, der höchsten Erhebung des Höhenzugs Schmücke. Am Ausgang des Großmonraer Ortsteil Burgwenden erhebt sich zur linken Hand die Wendenburg. Daran anschließend folgt der Höhenzug Monraburg mit den sehenswerten Überresten der vor- und frühgeschichtlichen Wallanlage. Der Scheideweg unterhalb der Erhebung führt rechterhand zum Kammerforst und linkerhand steil ansteigend auf die Monraburg und weiter zum Künzelsberg.

Geschichte

Die Region um den Ort Großmonra an der Schmücke war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Nördlich des Dorfes lag die Vor- und frühgeschichtliche große Wallburg Monraburg. Der Name der Burg leitet sich vom Namen des ursprünglichen Ortes „Monhore“ (Monra) her. Unter den bronzezeitlichen Wallburgen im Thüringer Becken wird die Monraburg als die Bedeutendste angesehen.

Die bronzezeitliche Wallanlage wurde wohl zur Merowingerzeit von den Franken erneut befestigt, sie gründeten am Fuß des Berges einen Wirtschaftshof, den sie „curtis Monhore“ nannten. Diesen schenkte der in Würzburg residierende Herzog Thüringens, Hedan II., als Monhore (siehe Schenkungsurkunde) am 1. Mai 704 dem Missionar und Bischof Willibrord von Utrecht.

Die merowingische Wallburg gehörte offenbar zu den frühesten Stützpunkten der Franken während der Landnahme. Aus dem Bereich der Monraburg stammen einige der wenigen thüringischen Funde aus der Zeit der Merowinger. Es wird davon ausgegangen, dass diese die Burg nutzten.

Im 10. Jahrhundert kam der Komplex an das Mainzer Petersstift. Die Bedeutung der Wallburg hat anscheinend schnell nachgelassen, denn es wurde nur noch die Kapelle genutzt und die Steine der anderen Anlagen wurden für den Bau des nahe gelegenen Schlosses Beichlingen verwendet. Noch 1264 wurde die Burg allerdings als Besitz des Mainzer Petersstift verzeichnet.

Die Stelle der Burg ist heute noch von hohen Erdwällen umschlossen. Die umschlossene Fläche ist etwa 5 ha groß. Die Stelle der Kapelle ist nachweisbar. Die Wallanlagen werden durch Schilder erläutert.

Einzelnachweise

Weblinks

  • Hedenurkunde Schenkungsurkunde des Hedan II. an Willibrord
  • Wallanlage Monraburg Bildmaterial bei megalith.co.uk

Literatur

  • Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 125. 
  • Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 285–286. 
  • Paul Zschiesche: Die vorgeschichtlichen Burgen und Wälle in Thüringen. Heft III, Abschnitt IV. Die vorgeschichtlichen Burgen und Wälle auf der hohen Schrecke, Schmücke und Finne. Druck und Verlag Otto Hendel. Halle a.d. Saale 1906.
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