Kirkeler Burg

Schloßbergstraße, Kirkel-Neuhäusel, Kirkel

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Die Burg Kirkel ist eine Burgruine im Saarland, die etwa in der Mitte zwischen den Städten St. Ingbert, Homburg, Neunkirchen und Zweibrücken liegt. Sie steht auf dem Schlossberg, einem freistehenden Buntsandsteinfelsen. Heute ist die Burgruine das Wahrzeichen des Ortsteils Kirkel-Neuhäusel der Gemeinde Kirkel und ein beliebtes Ausflugsziel. == Geographische Lage == Die Höhenburg liegt 307 m ü.

Kategorie des Ortes
Schloss
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Schloßbergstraße, Kirkel-Neuhäusel, Kirkel

Beschreibung

Die Burg Kirkel ist eine Burgruine im Saarland, die etwa in der Mitte zwischen den Städten St. Ingbert, Homburg, Neunkirchen und Zweibrücken liegt. Sie steht auf dem Schlossberg, einem freistehenden Buntsandsteinfelsen. Heute ist die Burgruine das Wahrzeichen des Ortsteils Kirkel-Neuhäusel der Gemeinde Kirkel und ein beliebtes Ausflugsziel.

Geographische Lage

Die Höhenburg liegt 307 m ü. NHN. Der nächste Fluss ist die Blies, die in etwa 5 Kilometer Entfernung östlich der Burg durch die zur gleichen Gemeinde gehörigen Ortsteile Limbach und Altstadt fließt. In der Nähe verläuft die Kaiserstraße.

Geschichte

1075 erfolgte die erste Erwähnung eines Grafen Gottfried von Kirkel. Anfang des 12. Jahrhunderts gelangte die Burg in den Besitz der Grafen von Saarwerden. Bei der Teilung von 1212/14 kam die Burg an die Linie Saarwerden-Kirkel. 1242 verstarb Graf Heinrich I. von Saarwerden-Kirkel kinderlos. Dessen Besitz teilten sich seine Neffen, darunter Arnold und Johann von Siersberg. Die Burg Kirkel kam an Johann von Siersberg, der sich 1250 „von Kirkel“ nannte. Er und seine Nachkommen, die Herren von Kirkel, erlangten die Reichsunmittelbarkeit und besaßen bis zum Aussterben der Linie 1386 die Burg als Reichslehen. Im 13. Jahrhundert erfolgte der Bau des kleinen und des runden Turmes und im 15. Jahrhundert entstand im Schutz der Burg das Dorf Kirkel.

Zwischen 1410 und 1689 war die Burg im Besitz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. Von 1580 bis 1596 erfolgte der Umbau der Burg zum Wohnschloss durch Herzog Johann I. Als man ihm davon abriet, da ein Feind von dem die Burg überhöhenden Berg sehr hineinschießen könne, antwortete er: „So werde ich noch sehrer von inwendig hinauß schiessen“. 1635 wurde die Burg durch einen Brand stark zerstört und wieder aufgebaut, 1677 wurde die Burg im Französisch-Niederländischen Krieg erneut zerstört. 1689 kam es zur nächsten Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Ab ca. 1740 wurde die Ruine als Steinbruch genutzt. 1955 erfolgte der Wiederaufbau des Rundturms; er wurde mit einer Turmhaube versehen. Archäologische Ausgrabungen seit 1994 brachten genauere Erkenntnisse zur Baugeschichte, zum ehemaligen Aussehen und zur Ausstattung der Burg.

Heutige Nutzung

Die Ruine dient heute als Ausflugsziel, der 32 m hohe Bergfried als Aussichtsturm. Unterhalb der Burg sind ein Heimatmuseum, eine Steinbildhauerei, eine Holzwerkstatt, eine Schmiede und eine Nähstube eingerichtet. Seit 1994 besteht eine archäologische Forschungsstätte.

Literatur

  • Christel Bernard in: Jürgen Keddigkeit, Ulrich Burkhart, Rolf Übel (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Band 3: I–N. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Kaiserslautern 2005, ISBN 978-3-927754-54-6, S. 143–158.
  • Literatur über die Burg Kirkel in der Saarländischen Bibliographie

Weblinks

  • Eintrag zur Burg Kirkel in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts
  • Burgsommer auf Burg Kirkel
  • Burg Kirkel Geschichte der Burg, Fotos und Berichte zu den Ausgrabungen auf zeitensprung.de
  • Burg Kirkel Touristische Kurzinformation zur Burg auf der Seite burgenwelt.de
  • Seite über die Reichsburg Kirkel
  • Rekonstruktionszeichnung von Wolfgang Braun

Einzelnachweise

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