Kropsburg

K 30, Sankt Martin

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Die Kropsburg, auch Kropfsegg genannt, liegt auf der Gemarkung der südpfälzischen Weinbaugemeinde St. Martin im Landkreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz). Vor ihrer Zerstörung 1689 war die Spornburg u. a. Sitz der obersten Barone des Reiches, der Ritter von Dalberg. Ein 1771 von einem Dalberg-Nachkommen im Hof der Unterburg aus den Trümmern errichtetes Nachfolgegebäude wurde als Restaurant betrieben.

Kategorie des Ortes
Schloss
Adresse
K 30, Sankt Martin


Beschreibung

Die Kropsburg, auch Kropfsegg genannt, liegt auf der Gemarkung der südpfälzischen Weinbaugemeinde St. Martin im Landkreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz).

Vor ihrer Zerstörung 1689 war die Spornburg u. a. Sitz der obersten Barone des Reiches, der Ritter von Dalberg. Ein 1771 von einem Dalberg-Nachkommen im Hof der Unterburg aus den Trümmern errichtetes Nachfolgegebäude wurde als Restaurant betrieben. Mittlerweile ist dieses Restaurant geschlossen und die Burg nicht mehr zugänglich. Es existiert jedoch ein neueres Restaurant in der Vorburg.

Lage

Die Kropsburg liegt an der Bruchzone zwischen dem Pfälzerwald im Westen und der Rheinebene im Osten. Der hügelige Übergang zwischen den beiden geologischen Formationen ist die pfälzische Weinbauregion Weinstraße. Die Burg erhebt sich südlich von St. Martin auf einem nur 250 m hohen Vorhügel des Hochberges; dieser gehört zum Gebirgszug der Haardt, der den Ostrand des Pfälzerwaldes bildet.

Erreichbarkeit

Die Burg kann zu Fuß und mit dem Fahrrad von St. Martin und mit dem Auto von der Stadt Edenkoben aus erreicht werden, die einen Anschluss an die Autobahn 65 (Ludwigshafen–Karlsruhe) besitzt.

Geschichte

Die Errichtung der Kropsburg geht auf die Staufer zurück und wird auf die Zeit um 1200 datiert; damals entstand zur Abschirmung der etwa 20 km entfernt gelegenen Reichsburg Trifels ein ganzer Kranz von Burgen. Ähnlich wie das nördlich gelegene Hambacher Schloss und die Rietburg südlich bot sie einen weiten Ausblick in die Rheinebene.

Anfangs war die Kropsburg Sitz eines Ministerialen. Später wurde sie unter den Nachkommen der Lehnsleute weitervererbt und so zur Ganerbenburg mit gleichzeitig mehreren Eigentümern, die sie zu einer Ober- und einer Unterburg ausbauten. Nach dem Ende des Staufergeschlechts in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam sie in den Besitz des Hochstifts Speyer; dieses gab sie an verschiedene Adelshäuser (von Kropsberg, von Ochsenstein, von Odenbach u. a.) zu Lehen. 1441 wurde die Familie von Dalberg Eigentümerin, deren Repräsentanten als Verwaltungsbeamte südwestdeutscher Bischöfe tätig waren. 1492–1531 war Ritter Hanns von Dalberg Herr auf der Kropsburg und in Sankt Martin (Pfalz), wo sich in der dortigen Martinskirche sein prächtiges Grabmal erhalten hat.

Im Jahre 1522 wird urkundlich die Schlosskapelle St. Ägidius genannt, für die Georg von Schwalbach, Domkustos und Generalvikar des Bistums Speyer, die Aufbewahrung des Allerheiligsten genehmigt. Ebenso erhält der Kaplan von St. Martin die Erlaubnis, dort zusätzlich als Seelsorger tätig zu sein.

Während die Kropsburg im 16. bzw. 17. Jahrhundert die Wirren des Bauern- und des Dreißigjährigen Krieges nahezu unbeschadet überstand, wurde sie 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen vollständig und endgültig zerstört.

1771 baute Jakob Amandus von Dalberg auf den Trümmern der Unterburg ein neues herrschaftliches Wohnhaus. Nach Umgestaltung und Modernisierung wurde es später als Restaurant betrieben, bis es geschlossen wurde. Das auf dem Gelände errichtete neue Restaurant ist für seinen Panoramablick über die Rheinebene bekannt.

Literatur

  • Alexander Thon (Hrsg.): Wie Schwalbennester an den Felsen geklebt. Burgen in der Nordpfalz. 1. Aufl. Schnell + Steiner, Regensburg 2005, S. 80–63, ISBN 3-7954-1674-4.

Weblinks

  • Website der Kropsburg
  • Eintrag zu Kropsburg in der EBIDAT, der wissenschaftlichen Datenbank des Europäischen Burgeninstituts

Einzelnachweise

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