Deutsches Fußballmuseum

Königswall, Mitte, Dortmund

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Das Deutsche Fußballmuseum wurde am 23. Oktober 2015 als nationales Fußballmuseum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Dortmund eröffnet. Die Planungen wurden von der DFB-Stiftung Fußballmuseum gGmbH mit Sitz in Dortmund ausgeführt. == Entstehungsgeschichte == Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entschloss sich der DFB, aus den Gewinnen der Weltmeisterschaft die Errichtung eines nationalen deutschen Fußballmuseums zu finanzieren. Aus 14 Städten, die sich als Standort für das Fußballmuseum beworben hatten, wählte das DFB-Präsidium im Mai 2007 die Städte Köln, Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund aus und entschied sich damit für einen Standort im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Kategorie des Ortes
Museum
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Königswall, Mitte, Dortmund

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Beschreibung

Das Deutsche Fußballmuseum wurde am 23. Oktober 2015 als nationales Fußballmuseum des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Dortmund eröffnet. Die Planungen wurden von der DFB-Stiftung Fußballmuseum gGmbH mit Sitz in Dortmund ausgeführt.

Entstehungsgeschichte

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entschloss sich der DFB, aus den Gewinnen der Weltmeisterschaft die Errichtung eines nationalen deutschen Fußballmuseums zu finanzieren. Aus 14 Städten, die sich als Standort für das Fußballmuseum beworben hatten, wählte das DFB-Präsidium im Mai 2007 die Städte Köln, Oberhausen, Gelsenkirchen und Dortmund aus und entschied sich damit für einen Standort im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Auf einem außerordentlichen Bundestag des DFB am 24. April 2009 entschieden sich die Delegierten für das innenstadtnahe Areal südlich des Dortmunder Hauptbahnhofs, das bis zum Baubeginn des Museums als Busbahnhof genutzt worden war.

Die Bauarbeiten für das Museum begannen im September 2012; am 20. September erfolgte in Anwesenheit von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft der symbolische Spatenstich.

Die Grundsteinlegung fand am 29. April 2013 statt. Anwesend waren unter anderem Wolfgang Niersbach, Reinhard Rauball und Ute Schäfer. Ein Jahr später, 2014, konnte das Richtfest gefeiert werden.

Grundstück und Gebäude

Das Deutsche Fußballmuseum befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und wird Bestandteil einer Kunst- und Kulturmeile zwischen dem Kreativzentrum Dortmunder U und dem Konzerthaus Dortmund.

Für das Gebäude wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Architekturwettbewerb

Nach einem internationalen Architekturwettbewerb, ausgeschrieben von der Stadt Dortmund, wurden am 4. Mai 2011 durch das Preisgericht des Architekturwettbewerbs aus 24 Arbeiten drei Entwürfe prämiert. Einen uneingeschränkten Siegerentwurf gab es nicht. Die Preisrichter vergaben stattdessen eine Preisgruppe mit drei gleichberechtigten Auszeichnungen an die Architektenbüros HPP Hentrich-Petschnigg + Partner (Düsseldorf), ARGE Petersen BWM Architekten und Partner (Dortmund) sowie pmp Architekten (München). Darüber hinaus sprach die Jury Anerkennungen für ihre Arbeiten an die Büros Bolles + Wilson (Münster), LOOC/M (Frankfurt/Main) und Schulte-Frohlinde (Berlin) aus.

Weiterer Verlauf des Architekturwettbewerbs

Am 29. Juni 2011 wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Stadt Dortmund und des DFB-Fußballmuseums bekanntgegeben, dass die Büros HPP Hentrich-Petschnigg + Partner, Düsseldorf sowie pmp Architekten, München, gleichberechtigt den ersten Platz des internationalen Architekturwettbewerbs belegen. Die ARGE Petersen BWM Architekten und Partner, Dortmund, erreichte Rang drei. Aufgrund der Empfehlung der Jury wurde in Gesprächen der finale Siegerentwurf ermittelt und am 26. September 2011 in der Tagespresse veröffentlicht.

Inhaltliche Ausrichtung

Das Deutsche Fußballmuseum soll lebendiger Erinnerungs- und Erfahrungsort deutscher Fußballgeschichte sein. Dabei steht die Information über fußballhistorische Ereignisse und die Entwicklung des Sports in all seinen Facetten ebenso im Mittelpunkt wie soziale und gesellschaftliche Themen rund um den Fußballsport. „Das Museum soll ausdrücklich besucherorientiert gestaltet sein und strebt eine hohe Erlebnisqualität und Attraktivität an. Es soll informieren, zum Nachdenken anregen, überraschen, berühren, begeistern – mit einem Wort: unterhalten. Dazu bedient es sich modernster Ausstellungskonzepte und -medien. Gleichzeitig wird das Museum zu einem lebendigen Forum der Begegnung und Diskussion für alle Mitglieder der Fußballfamilie, für Fans und Vereine, Freunde und Förderer, Partner und Sponsoren. Dazu tragen Veranstaltungen wie Galas und Empfänge, Preisverleihungen und Pressekonferenzen, Lesungen und TV-Produktionen in einem separaten Eventbereich bei“, heißt es im Leitbild der Stiftung DFB Fußballmuseum.

Mario Götze stiftete seinen Schuh, mit dem er im WM-Finale gegen Argentinien das entscheidende Tor schoss, für die größte Spende an die Hilfsorganisation Ein Herz für Kinder. Ein unbekannter Spender übermittelte am Abend des 6. Dezember 2014 die Höchstsumme von zwei Millionen Euro. Bundestrainer Joachim Löw verkündete daraufhin, dass das sporthistorische Schuhwerk im neuen Deutschen Fußballmuseum ausgestellt werde.

Walk of Fame

Organisation und Stiftung DFB Fußballmuseum gGmbH

Die DFB-Stiftung Fußballmuseum gGmbH mit Sitz in Dortmund wird von den Geschäftsführern Manuel Neukirchner (DFB) und Michael Keßeler (Stadt Dortmund) geleitet. Die Gesellschafterversammlung der gemeinnützigen GmbH besteht zu gleichen Teilen aus Vertretern des DFB-Präsidiums und der Stadt Dortmund.

Kritik

Kritik am DFB-Fußballmuseum übte der Bund der Steuerzahler. Die Verwendung öffentlicher Mittel für ein Museum mit Bezug auf Fußballgeschichte und Fußballkultur sei die Ausgabe von „zu viel Steuergeld für eine Nebensache“.

Der Autor Moritz Rinke vertritt in seiner Reportage die Meinung, dass ein Besuch im Deutschen Fußballmuseum den Besucher „Berührungen zurück in das eigene Leben, in die Kindheit, in die Erinnerung“ erleben lasse und die Ausstellung „szenografisch und multimedial gestaltet“ sei.

Christian Wacker schrieb, dass „die meisten Objekte Kopien, Faksimile oder Zweitobjekte“ seien. Weiterhin kritisierte er die unzureichende Einbindung der Besucher mit den Worten „Wie ein Provinzmuseum aus den Achtzigern“.

Ausstellungen

  • 2016: 50 Jahre Wembley – Der Mythos in Momentaufnahmen. Katalog.

Literatur

  • Manuel Neukirchner (Hrsg.): Mehr als ein Spiel. Das Buch zum Deutschen Fußballmuseum. Klartext Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-0973-1
  • Manuel Neukirchner: Wembley 1966: Der Mythos in Momentaufnahmen. Klartext Verlag, Essen 2016, ISBN 978-3-8375-1622-7

Weblinks

  • Informationen mit Audioguide, dortmund-tourismus.de
  • fussballmuseum.de
  • !Nie Wieder. Initiative Erinnerungstag im Deutschen Fussball. niewieder.info
  • Baustellen-Fotos und Nachrichten zum Museum, skyscrapercity.com

Einzelnachweise


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