Schloss Fasanarie

Eichenzell

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Schloss Fasanerie ist ein Schloss in Eichenzell bei Fulda. Das ursprünglich als Schloss Adolphseck bezeichnete Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wird von der Museumsverwaltung als Hessens schönstes Barockschloss bezeichnet und ist für Besucher zugänglich. == Geschichte == Um 1710 erfolgte die Erbauung eines bescheidenen Landschlösschens unter dem Fürstabt Adalbert von Schleifras, vermutlich unter Johann Dientzenhofer. Ab 1730 erfolgte der Ausbau des Schlosses unter dem Fürstabt Adolph von Dalberg.

Kategorie des Ortes
Schloss
Adresse
Eichenzell


Beschreibung

Schloss Fasanerie ist ein Schloss in Eichenzell bei Fulda. Das ursprünglich als Schloss Adolphseck bezeichnete Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wird von der Museumsverwaltung als Hessens schönstes Barockschloss bezeichnet und ist für Besucher zugänglich.

Geschichte

Um 1710 erfolgte die Erbauung eines bescheidenen Landschlösschens unter dem Fürstabt Adalbert von Schleifras, vermutlich unter Johann Dientzenhofer. Ab 1730 erfolgte der Ausbau des Schlosses unter dem Fürstabt Adolph von Dalberg. Dieser Bau schließt mit seiner Torfahrt den zweiten Schlosshof heute noch im Osten ab. Bis 1757 wurde es unter Fürstbischof Amand von Buseck nach Plänen des fürstäbtlichen Hofbaumeisters Andrea Gallasini prächtig ausgebaut. Das Schloss diente bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Sommerresidenz, nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde der Besitz enteignet und schließlich 1878 an Landgraf Friedrich Wilhelm wieder als private Residenz übergeben. Seine Frau Prinzessin Anna von Preußen bewohnte den Komplex bis 1918. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Schloss schwere Beschädigungen, 1951 konnten die ersten Schauräume eröffnet werden, das heutige Museum wurde 1972 eingerichtet.

Das Schloss gehört heute der Hessischen Hausstiftung, die dort einen großen Teil der Kunstsammlung des Hauses Hessen ausstellt. Darunter befinden sich eine bedeutende Antikensammlung und eine umfangreiche Porzellan-Sammlung. Seit 2010 finden umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten statt, die nach vorsichtiger Schätzung voraussichtlich 7,5 Mio. Euro kosten werden. Hierbei erhält das Schloss auch wieder seine ursprüngliche Außenfarbe in einem gebrochenen Weiß. Das in älteren Aufnahmen ersichtliche Ockergelb war erst in den 1970er-Jahren erstmals aufgetragen worden.

Baulichkeiten

Das Schloss ist ein Komplex von mehreren Gebäudeflügeln um eine Abfolge von Höfen. Den Ursprungsbau bildet das alte Schloss (sog. Schlösschen, erbaut durch den Fuldaer Dombaumeister Johann Dientzenhofer), das in der Mitte der Anlage gelegen nördlich und südlich von zwei Türmen flankiert wird. Östlich schließen sich dort zwei Wirtschaftshöfe mit einem bis in die Gegenwart betriebenen Gestüt an, westlich folgen der nahezu quadratische Innenhof, sowie der mittig vom Festsaalbau begrenzte Ehrenhof, der auf die Erweiterungen unter Gallasini zurückgeht.

Das Schloss war einst von einem Barocken Garten umgeben, der heute nur noch in seiner Grundstruktur zu erkennen ist. Allerdings zeugt zum Beispiel das Japanische Teehaus noch von der glanzvollen Pracht des ausgehenden Barockzeitalters. Zum Anwesen gehört ein großer Park mit einer Vielzahl verschiedener Baumarten, an der Gestaltung wirkte der Naturforscher Carl von Linné mit. Umgeben ist dieser Park mit einer bis zu sechs Meter hohen Natursteinmauer.

Literatur

nach Autoren alphabetisch geordnet

  • Silke Altena, Wolfgang Wette: Parkanlagen Schloss Fasanerie / Fulda. In: Die Gartenkunst 25 (2/2013), S. 341–354.
  • Hessische Staatskanzlei (Hrsg.): Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, S. 94–96, ISBN 3-89214-017-0
  • Michael Mott: Verfall der Orangerie / Ort fürstlicher Blütenträume: Der barocke Bau in Schloß Fasanerie. In: Fuldaer Zeitung vom 29. September 1994, S. 15.
  • NN: Ein floristisches und faunistisches Portrait der Parkanlagen (Schloss und Wildpark) von Schloss Fasanerie bei Eichenzell Kreis Fulda = Beiträge zur Naturkunde in Osthessen 50, S. 6-192. Imhof Verlag, Petersberg 2013.

Weblinks

  • Offizielle Homepage Schloss Fasanerie

Einzelnachweise

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