Hexenturm

Büdingen

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Das Große Bollwerk (auch Dicker Turm genannt) ist das stärkste mittelalterliche Turmbauwerk der Stadt Büdingen in Hessen. Es befindet sich an der Nordwestecke der Wehrbefestigung. Der Hexenturm (ursprünglich Gefängnisturm, später auch Teufelsthorn genannt) ist mit dem großen Bollwerk durch Kasematten verbunden. == Geschichte == Der Hexenturm entstand 1390 als Eckturm im Nordwesten der Stadtbefestigung im Zuge der ersten Ummauerung der „Neustadt“. Das große Bollwerk entstand in der zweiten Hälfte des 15.

Kategorie des Ortes
Gebäude
Adresse
Büdingen


Beschreibung

Das Große Bollwerk (auch Dicker Turm genannt) ist das stärkste mittelalterliche Turmbauwerk der Stadt Büdingen in Hessen. Es befindet sich an der Nordwestecke der Wehrbefestigung. Der Hexenturm (ursprünglich Gefängnisturm, später auch Teufelsthorn genannt) ist mit dem großen Bollwerk durch Kasematten verbunden.

Geschichte

Der Hexenturm entstand 1390 als Eckturm im Nordwesten der Stadtbefestigung im Zuge der ersten Ummauerung der „Neustadt“. Das große Bollwerk entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Es diente der Flankensicherung der Gräben der Verteidigungsanlagen nach Osten und nach Süden des in Richtung des Jerusalemer Tores und zum Schutz des „Hirschgrabens“ an dessen engster Stelle. Es befindet sich an der verwundbarsten Stelle der Stadt am „Gebück“ zur Bergseite des Pfaffenwaldes hin gelegen, was auch seine gewaltigen Ausmaße erklärt.

Die im Turm erkennbaren Schussspuren stammen vom Kroateneinfall am 25. September 1634 sowie von der Kanonade zwischen schwedischen und ligistischen Truppen am 30. November 1634. Die Stadt wurde letztlich gestürmt und geplündert, drei Büdinger Bürger wurden getötet, viele verwundet und andere grausam gequält und misshandelt.

Architektur

Das Bollwerk hat einen äußeren Durchmesser von 17 Metern und einen inneren von 8 Metern. Die Mauerstärke beträgt durchschnittlich vier bis viereinhalb Meter. Für den Bau des Turms wurden nahezu 1.100 m³ Mauersteine verarbeitet. Auf vier aus hölzernen Zwischendecken bestehenden Stockwerken finden sich 16 Geschützkammern. Voll bewaffnet hätte die Verteidigungskraft der Stadt an dieser Stelle jedem Angriff trotzen können.

Denkmalschutz

Die mit einer 2,1 km langen Stadtmauer umgebene Gesamtanlage der Büdinger Altstadt unterliegt dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.

Literatur

  • Hans-Velten Heuson: Büdingen – Gestern und Heute. Arbeiten zur Geschichte der Stadt und ihres Umfeldes (1300–1945). Hrsg. von Volkmar Stein. Magistrat der Stadt Büdingen, Büdingen 2004

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