Burg Cleeberg

Obere Pforte, Cleeberg, Langgöns

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Die Burg Cleeberg ist eine Burg im Ortskern des Ortsteils Cleeberg (östlicher Hintertaunus) der Gemeinde Langgöns im Landkreis Gießen. Die genaue Erbauungszeit der Burg ist nicht bekannt. Sie wurde 1129 erstmals schriftlich erwähnt als Besitz der Grafen von Cleeberg, um 1230 durch Erbteilung als Ganerbschaft. Der Bergfried der Wehrburg wurde erstmals 1263 urkundlich erwähnt. 1557 wird die Burganlage mit schlossähnlichem Hauptgebäude in Hufeisenform zur Wohnburg und um 1700 durch Anbau von Nebengebäuden erweitert, nachdem sich 1648 die Landgrafen von Hessen-Darmstadt zu 2/3 und die Grafen von Nassau zu 1/3 den Besitz teilten.

Kategorie des Ortes
Schloss
Adresse
Obere Pforte, Cleeberg, Langgöns

Beschreibung

Die Burg Cleeberg ist eine Burg im Ortskern des Ortsteils Cleeberg (östlicher Hintertaunus) der Gemeinde Langgöns im Landkreis Gießen.

Die genaue Erbauungszeit der Burg ist nicht bekannt. Sie wurde 1129 erstmals schriftlich erwähnt als Besitz der Grafen von Cleeberg, um 1230 durch Erbteilung als Ganerbschaft. Der Bergfried der Wehrburg wurde erstmals 1263 urkundlich erwähnt.

1557 wird die Burganlage mit schlossähnlichem Hauptgebäude in Hufeisenform zur Wohnburg und um 1700 durch Anbau von Nebengebäuden erweitert, nachdem sich 1648 die Landgrafen von Hessen-Darmstadt zu 2/3 und die Grafen von Nassau zu 1/3 den Besitz teilten. Seinen Besitzanteil in Amt und Grafschaft Cleeberg tritt Hessen-Darmstadt an Nassau 1803 ab, nicht jedoch den Burgbesitz und richtet dort eine Försterei ein. 1845 erwirbt die Gemeinde Cleeberg den Besitz und nutzt ihn für die Einrichtung einer Schule. 1855 und 1882 werden baufällige Teile des Bergfrieds abgetragen und in den Halsgraben verfüllt. Die Wohngebäude werden 1968 entkernt. In neu aufgeteilten Räumen wird von 1970 bis 1979 ein Hotel betrieben. Seit 1982 ist die Burg Cleeberg im Privatbesitz einer Eigentümergemeinschaft.

Der hufeisenförmige ehemalige Palas liegt an der nördlichen Spitze der in etwa dreieckigen Grundfläche der Burganlage, die von einer Ringmauer umschlossen wurde und Reste einer Vorburg erkennen lässt. Sein Halbrund korrespondiert mit dem ebenfalls talwärts nach Norden zu halbrund ausgeführten Bergfried, von dessen früherer Höhe – über 33 Meter als steinerner Turm plus etwa 9 Meter hölzerne Aufbauten – heute noch 20,60 Meter übrig sind.

Literatur

  • Helga Block: Die Burg Cleeberg, Butzbacher Geschichtsblätter, Bd. 205 (2006), S. 1–3.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 284.
  • Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89214-017-0, S. 227f.
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.), Karlheinz Lang (Bearb.): Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Gießen II. Buseck, Fernwald, Grünberg, Langgöns, Linden, Pohlheim, Rabenau. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2178-7, S.298
  • Ferdinand Luthmer: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirkes Wiesbaden., Band II: Die Bau- und Kunstdenkmäler des östlichen Taunus. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1905, S.163-170 (unveränderter Nachdruck Martin Sändig, Walluf 1973, ISBN 3253027309)

Weblinks

  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Sachgesamteinheit Burg Cleeberg. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  • Burg Cleeberg auf der Seite burgenwelt.de
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