Enzianbrennerei Grassl

Salzburger Straße, Berchtesgaden

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Die Enzianbrennerei Grassl in Berchtesgaden ist die älteste Enzianbrennerei Deutschlands. == Geschichte == Die Geschichte der "Enzianbrennerei Grassl" lässt sich bis 1602 zurückverfolgen, als einer Gastwirtsfamilie namens Grassl das Recht erteilt wurde, Enzianwurzeln zu graben und daraus Schnaps zu brennen. Nach der 1810 erfolgten Angliederung der bis dahin unabhängigen Fürstpropstei Berchtesgaden an Bayern wurden der Familie die Rechte erst entzogen, ihr 1842 jedoch wieder neu verbrieft. Fand der Schnaps zuerst ausschließlich in der Umgegend des Herstellungsortes seine Abnehmer, erschloss der ab dem 19. Jahrhundert in Berchtesgaden einsetzende Tourismus dem Unternehmen neue Käuferkreise.

Kategorie des Ortes
Gebäude
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Salzburger Straße, Berchtesgaden

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Beschreibung

Die Enzianbrennerei Grassl in Berchtesgaden ist die älteste Enzianbrennerei Deutschlands.

Geschichte

Die Geschichte der "Enzianbrennerei Grassl" lässt sich bis 1602 zurückverfolgen, als einer Gastwirtsfamilie namens Grassl das Recht erteilt wurde, Enzianwurzeln zu graben und daraus Schnaps zu brennen. Nach der 1810 erfolgten Angliederung der bis dahin unabhängigen Fürstpropstei Berchtesgaden an Bayern wurden der Familie die Rechte erst entzogen, ihr 1842 jedoch wieder neu verbrieft.

Fand der Schnaps zuerst ausschließlich in der Umgegend des Herstellungsortes seine Abnehmer, erschloss der ab dem 19. Jahrhundert in Berchtesgaden einsetzende Tourismus dem Unternehmen neue Käuferkreise. In den 1960er und 1970er Jahren wurden mehrere Enzianbrennereien u. a. aus Bad Reichenhall, Salzburg sowie München und Umgebung übernommen. Anfang der 1980er beschäftigte der Betrieb insgesamt rund 100 Mitarbeiter. Waren es 2006 nur noch 30, fertigten 2014 wieder etwa 40 Mitarbeiter die ca. 30 verschiedenen hauseigenen Produkte.

Bis in die 1960er Jahre war die Brennerei als Einzelfirma im Alleineigentum eines Grassl-Nachfahren, danach wurde das Unternehmen mit dem ehemaligen Geschäftsführer Josef Beierl als Mehrheitsteilhaber in die Rechtsform einer GmbH & Co. KG überführt, an der derzeit noch ein Familienangehöriger zu einem Drittel beteiligt ist. 2014 übernahmen die Brüder Florian und Martin Beierl die Mehrheitsanteile ihres Vaters und sind seither als geschäftsführende Gesellschafter für das Unternehmen tätig.

Unternehmen

Der Hauptsitz des Unternehmens mit Haupt-Brennerei, Verwaltung, Lager, Versand und Besucherbereich einschließlich Verkostung und Ladenverkauf befindet sich heute in der Berchtesgadener Gnotschaft Unterau. Im Markt Berchtesgaden wird ein eigener Laden betrieben. Die Brennhütten sind über die Hochlagen des Berchtesgadener Talkessels verteilt.

Produkte

Neben weiteren Spirituosen eigener Herstellung ist das Hauptprodukt nach wie vor der Gebirgsenzian. Daneben vertreibt das Unternehmen u. a. auch österreichische Weine.

Einzelnachweise

Weblink

  • Offizielle Internetpräsenz

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