Rechenberg

Weigelshof, Nürnberg

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Der Rechenberg ist ein kleiner Park in Nürnberg. Rechenberg ist auch die Bezeichnung für die etwa 338 m hohe Erhebung im Nordosten der Stadt Nürnberg und der Name des Distrikts 902 im Statistischen Stadtteil 9 - Östliche Außenstadt im statistischen Bezirk 90 (St. Jobst). == Lage == Der Rechenberg liegt im Nordosten Nürnbergs im Stadtteil St. Jobst, nördlich der Äußeren Sulzbacher Straße.

Kategorie des Ortes
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Weigelshof, Nürnberg

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Beschreibung

Der Rechenberg ist ein kleiner Park in Nürnberg. Rechenberg ist auch die Bezeichnung für die etwa 338 m hohe Erhebung im Nordosten der Stadt Nürnberg und der Name des Distrikts 902 im Statistischen Stadtteil 9 - Östliche Außenstadt im statistischen Bezirk 90 (St. Jobst).

Lage

Der Rechenberg liegt im Nordosten Nürnbergs im Stadtteil St. Jobst, nördlich der Äußeren Sulzbacher Straße. Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung und hat eine Größe von 5,6 ha. Seinen Mittelpunkt bildet der namensgebende „Rechenberg“, ein Höhenrücken aus Burgsandstein (ca. 338 m ü. NN).

Geschichte

Auf der Anhöhe hatte Sebald Rech zwischen 1524 und 1527 einen ersten Herrensitz als Wohnturm mit Graben erbauen lassen. Im Zweiten Markgrafenkrieg ließ der Rat der Stadt Nürnberg den Sitz 1552 niederbrennen. Später besetzten Truppen des Markgrafen Albrecht Alcibiades den Berg und beschossen von hier aus Nürnberg. 1553 ließ der Nürnberger Rat einen Teil der Bergkuppe abtragen. Ein zweiter Herrensitz wurde 1553 erbaut und 1916 abgebrochen.

1860 zog der Philosoph Ludwig Feuerbach auf den Rechenberg, wo sich inzwischen ein Dorf vor den Toren der Stadt Nürnberg entwickelt hatte, und wohnte bis zu seinem Tod am 13. September 1872 im oben genannten zweiten Herrensitz in der nahen Sulzbacher Straße. 1930 stiftete man ihm einen Kenotaph. Dieses Denkmal wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten auf Beschluss des Stadtrats 1933 entfernt und erst 1955 wieder aufgestellt.

1899 wurde die jetzt Rechenberg genannte kleine Ansiedlung mit anderen Nachbargemeinden nach Nürnberg eingemeindet. Im Süden (Schleiermacherstraße) der Anhöhe wurden 1915 frühgenossenschaftliche Reihenhäuser, im Norden (Lützow- und Nettelbeckstraße) Ende der Zwanziger Jahre Art-déco-Bauten errichtet. 1930 wurde aus Mitteln des Physikalischen Vereins Nürnberg die Regiomontanus-Sternwarte als Volkssternwarte erbaut.

Heutige Nutzung

Der Rechenberg-Park ist ein langer Parkstreifen östlich und westlich des Rechenbergs. Im Winter wird er als Rodelberg genutzt. Die Sternwarte bietet Vorträge und an sternenklaren Tagen Führungen . Weiterhin existieren auf der Kuppe ein Spielplatz, zwei runde, einkörbige Basketballplätze sowie ein asphaltierter Bolzplatz.

Literatur

  • Hermann Rusam: Rechenberg. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 861 f. (Gesamtausgabe online). 

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Einzelnachweise


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