ThyssenKrupp Testturm

Berner Feld, Rottweil

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Der Aufzugstestturm bei Rottweil ist ein 246 Meter hoher Turm zum Testen von Expressaufzügen und Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen. Der Turm wurde 2014 bis 2017 von der ThyssenKrupp Elevator errichtet. Seine Aussichtsplattform ist die höchste öffentlich zugängliche Besucherebene Deutschlands. == Entwurf und Planung == Ursprünglich war geplant, den Turm im Industriegebiet „Neckartal“ zu errichten. Dieses erwies sich, aufgrund der Ergebnisse von geologischen Untersuchungen und Probebohrungen, als ungeeignet.

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Berner Feld, Rottweil

Beschreibung

Der Aufzugstestturm bei Rottweil ist ein 246 Meter hoher Turm zum Testen von Expressaufzügen und Hochgeschwindigkeitsfahrstühlen. Der Turm wurde 2014 bis 2017 von der ThyssenKrupp Elevator errichtet. Seine Aussichtsplattform ist die höchste öffentlich zugängliche Besucherebene Deutschlands.

Entwurf und Planung

Ursprünglich war geplant, den Turm im Industriegebiet „Neckartal“ zu errichten. Dieses erwies sich, aufgrund der Ergebnisse von geologischen Untersuchungen und Probebohrungen, als ungeeignet. Stattdessen wurde der Turm außerhalb des Tales im Industriegebiet „Berner Feld“ gebaut, etwa 1,5 Kilometer nördlich der historischen Altstadt.

Das Gebäude ist ein Entwurf der Architekten Helmut Jahn und Werner Sobek, die ihren Entwurf am 11. April 2014 der Öffentlichkeit in Rottweil vorstellten.

Bau

Der erste Spatenstich zur Erbauung des Turmes erfolgte am 2. Oktober 2014. Im Februar 2015 war das Fundament und der 30 Meter tief in den Boden ragende Teil der Betonröhre fertiggestellt. Das Richtfest fand am 29. Juli 2015 statt.

Der Turmschaft wurde in Gleitbauweise aus Beton erbaut und ist von einer Hülle aus Glasfasergewebe umgeben, die nach oben hin immer transparenter wird und mehr Ansichten des Turmes zulässt. Der Turm besitzt zwölf Fahrstuhlschächte, in denen neu entwickelte Modelle erprobt werden können. Die Aussichtsplattform befindet sich in 232 Metern Höhe und wird mit einem Panoramaaufzug erreicht. Damit ist sie höher als die Besucherebene des Berliner Fernsehturms, die bis dahin deutschlandweit die höchste war, und höher als die Gesamthöhe des Stuttgarter Fernsehturms. Im Dezember 2016 wurde der Turm offiziell in Betrieb genommen, allerdings fehlte noch die Verkleidung. Wegen technischer Probleme mit der Verkleidung wurde die Aussichtsplattform erst am 7. Oktober 2017 offiziell eröffnet.

Seit dem 13. Oktober 2017 ist die Plattform für die Öffentlichkeit von Freitag bis Sonntag im Rahmen bestimmter Besuchszeiten allgemein zugänglich.

Namensfindung

Nach den ersten Ankündigungen des Bauvorhabens im April 2013 brachte der Rottweiler Oberbürgermeister Ralf Broß die Bezeichnung „Powertower“ ins Gespräch. Der Architekt Helmut Jahn bezeichnete den Turm als „Tower of light“.

Im Oktober 2014 startete eine Lokalzeitung eine Aktion, bei der Leser Namensvorschläge einreichen konnten und mittels kostenpflichtiger Anrufe abstimmen sollten. Parallel sammelte eine private Facebook-Seite Vorschläge für die Bezeichnung des Turms. Beide Aktionen waren für die tatsächliche Namensgebung irrelevant, da sie weder mit dem Bauherrn noch mit der Stadtverwaltung abgesprochen waren.

ThyssenKrupp und die Stadt Rottweil bezeichnen das Bauwerk schlicht als „Testturm“ oder „Testturm Rottweil“ (englisch „Rottweil Test Tower“).

Kontroverse

In der Bevölkerung gab es im Vorfeld Diskussionen, ob der markante Turm das historische Stadtbild Rottweils, einer der ältesten Städte Deutschlands, oder die Landschaft zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb beeinträchtige. Letztlich stimmte der Stadtrat für das Bauprojekt mit der Hoffnung auf Touristen, die den örtlichen Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie beleben sollen.

Weblinks

  • Website des Aufzugstestturms Rottweil

Einzelnachweise

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